Motor- und Getriebefragen

Hallo Forum,

möglicherweise könnt Ihr mit ein paar Tipps geben:
Ich plane (für den Winter) den Ausbau der Motor-Getriebe-Einheit meines 900 LPT aus 1991.
Vorrangig geht es mit dabei um den Ölverlust.
Der Wagen hat 260.000km auf der Uhr, über die Wartungshistorie ist eigentlich nichts bekannt... Es steht für mich die Frage, was alles sinnvoll zu tun ist, wenn die Antriebseinheit schonmal raus ist.

Ein paar konkrete Fragen habe ich auch (das Schlimmste zuerst):

1. Getriebeölverlust: Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass die Schrauben des Flammrohrhalters am Getriebe vor einiger Zeit lose waren. Beim Herausschrauben die nächste Überraschung - aus der Gewindebohrung der hinteren Schraube tröpfelt Öl heraus! Zudem ist das Gewinde ausgekatscht, Schraube hält zwar noch, wird aber nicht mehr fest.
Theoretisch könnte man aufbohren und ne größere Schraube nehmen, oder ein Helicoil einsetzen; die Ölundichtigkeit an dieser Stelle deutet aber auf geringe Wandstärken hin...was eine solche Reparatur nicht sinnvoll erscheinen lässt, zumal der Riss in der Gewindebohrung ja auch beseitigt werden muss.
--> kann man da was reparieren (also vom Spezialisten schweißen lassen), oder braucht man ein anderes Getriebe (-Gehäuse). Wenn Schweißen möglich ist, muss man sicherlich das Getriebe vorher "leerräumen" wegen Hitzeeintrag???

2. Schaltbarkeit/Heulen: An sich i.O., nur das Zurückschalten von 3 in 2 ist etwas schwergängig, vermutlich der Synchronring nicht mehr der beste. Damit würde ich aber die nächsten 50.000km klarkommen :-) . Gänge springen nicht heraus.
Getriebeheulen hier und da im Schub, aber nichts bedrohliches.
---> Ist da ein Handlungbedarf bzgl. Getriebeüberholung???

3. Kühlmittel:
Beim Fahren (also nicht im Leerlauf) wird immer etwas Kühlmittel über das Überdruckventil des KM-Ausgleichsbehälters herausgedrückt. Von der Menge her nicht viel, auf den bisher gefahrenen ca. 5000 spaßigen km (letzten und diesen Sommer :-)) vielleicht insgesamt 1 Liter. Der Tausch des Behälterdeckels stellte das Problem nicht ab. Meiner Meinung nach ist hier die Kopfdichtung "nicht ganz dicht".
--> Oder gibt es noch andere Möglichkeiten, woher der Überdruck im KM-System kommt?
--> Macht man die Dichtung (oder besser gesagt lässt sie tauschen) nun unbedingt bei ausgebautem Motor, oder besser später bei eingebautem Motor (wenn sich das Problem verschlimmert)???

4. Steuerkette:
Macht keine Geräusche oder Probleme. Turnusmäßig mit tauschen (dann wohl auch gleich die Kopfdichtung mit) oder belassen? Von der Laufleistung her weiß ich, dass sie normalerweise locker noch 50.000km halten sollte. Wenn ich die tausche, würde ich eine geschlossene nehmen.

So, nun genug der Fragestunde. Vielleicht hat einer zu dem ein oder anderen Thema ein paar gute Hinweise.

Vielen Dank im Voraus!

Zu 1,2 und 4 : wenn der Antrieb schon mal draußen ist dann gleich alles machen.
Schweißen geht , da es ja nicht viel ist was zu schweißen wäre anhand deiner Beschreibung .
Und du willst es ja über den Winter machen .
Zu 3: Thermostat prüfen ob es auch öffnet , ansonsten gib es einen chemischen Test ob Abgase ins Kühlwasser kommen - dann wäre es die Kopfdichtung .

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.
7 + 8 =
Solve this simple math problem and enter the result. E.g. for 1+3, enter 4.