Saab 900 Historie

Mitte der siebziger Jahre hatte sich bei Saab eine neue Techniker-Generation etabliert. Auch weiterhin wollte man zu den führenden und trendsetzenden Firmen gehören. Doch das Wichtigste für Saab war und blieb, individuell und anders zu sein. Diese Ideologie war schon damals von großer Bedeutung für das Überleben des in der Automobilindustie kleinen Unternehmens und wird spürbar in allen Modellen, nicht nur beim Saab 900. Gerade die Sicherheit spielt eine große Rolle bei der Entwicklung des Saab 900. Im Herbst 1978 trat in Amerika eine neue Aufprallvorschrift in Kraft. Sie verlangte, dass ein mit zwei Personen und Gepäck beladener Wagen einen Aufpralltest mit 30 mph (48 km/h) besteht. Danach musste die Windschutzscheibe noch zu drei Viertel intakt sein. Vor allem aber sollten die Insassen möglichst unverletzt bleiben. Schon im selben Jahr laufen in Schweden die ersten 900er vom Band und sie übertreffen die strengen US-Sicherheitsvorschriften spielend. Formal erinnerte der Neue an seinen Vorgänger Saab 99, war jedoch größer und technisch wesentlich anspruchsvoller. Dem Team um Chefdesigner Björn Envall war, was damals noch keiner ahnen konnte, ein großer Wurf gelungen. Die Presse lobte, die Kunden nahmen das Auto begeistert an. Zu dem neuen Gesicht kamen auch eine Reihe von revolutionären Neuerungen. Im komplett neu konstruierten Armaturenbrett spiegelten sich die Erfahrungen des Unternehmens im Flugzeugbau wieder. Die konkave Windschutzscheibe, die runden, gut ablesbaren Instrumente und das neue Heizungs- und Belüftungssystem (ein Novum: mit vakuum-gesteuerten Klappen) sorgten für klare und schnelle Informationen, hohen Fahrkomfort und Sicherheit. Auch im Bereich "Passive Sicherheit" waren die Saab ihrer Zeit voraus. Der untere Armaturenbrett-Bereich des 900er gewährte den Passagieren sehr viel mehr Aufprallschutz, als es damals die US-Vorschriften forderten. Dazu verfügte der 900er als erstes Auto serienmäßig über einen pollendichten Innenraum-Filter. Mit 2,52 meter Radstand und einer gesamtlänge von 4,74 metern wurde der Saab 900 deutlich größer als der Saab 99 und hate seine Zielgruppe in der oberren Mittelklasse.


1978 Wurde der Saab 900 als eine Weiterentwicklung des Saab 99 1978 präsentiert. Die aktive und passive Sicherheit wurde auch für den Saab 900 wurde groß geschrieben, er verfügte serienmäßig über Sicherheitsmerkmale, die bei anderen Fahrzeugen nicht einmal in der Zubehörliste zu finden waren wie Seitenaufprallschutz in den Türen. Anfangs wurde er nur als Fließheck-Limousine Kombicoupe verkauft. Ein Klassiker der Automobilgeschichte, zu denen auch der Saab 900 gehört. Das Design, dessen Entwicklung eigentlich schon mit der Premiere des Saab 99 im Jahre 1967 begann, ist einmalig eigenständig und zeitlos.

1979 mab jetzt auch mit 5 Gang-Getriebe.


1980 wurde auf dem Genfer Automobilsalon eine viertürige Karosserievariante mit Stufenheck vorgestellt, die den Namen Sedan bekam mit H-Motor1983 Asbestfreie Brems- und Kupplungsbeläge.


B201 2,0 Liter 8V Einspritzmotor mit einer obenliegenden Nockenwellen ohne Kat 87kW (118PS, DIN),


B201 2,0 Liter 8V Turbomotor mit einer obenliegenden Nockenwellenohne ohne Kat 107kW (145 PS, DIN),

1982 Asbestfreie Brems- und Kupplungsbeläge.


1983 Auf der IAA 1983 stellte Saab eine 900 Cabrio-Studie aus. Das in Zusammenarbeit mit ASC (American Sunroof Corporation), Spezialist für Cabrioumbauten, entstandene Einzelstück war der Star der IAA. ASC-Boss Heinz Prechtler, Deutscher aus Baden-Württemberg, hatte sein erstes europäisches Meisterstück geliefert. Das Saab-Personal wurde mit der Frage bombardiert, wann der offene Schwede in Serie gehen würde. Drei Jahre später fiel der Startschuss der Serienproduktion.


1984 Der Saab 900 16 S Aero hat ein tiefergelegtes Fahrwerk, sportlichere Federung und Querstabilisatoren. 


B202 2,0 Liter-16V mit zwei obenliegenden Nockenwellen, Turbo mit Ladeluft-Kühlung und APC-System ohne G-Kat 129 kW (175 PS, DIN) später mit G-Kat 118 kW (160 PS, DIN)

1986 Das erste Saab 900 Cabrio noch mit grader Front.1986 gingen die ersten 400 Open-Air-Autos in die USA und auch in Europa wurde die Auftragsliste für das Cabrio immer länger. Ende 1986 war die Produktion bis ins Jahr 1989 verkauft.


1987
Zum Modelljahr 1987 wurde der Saab 900 einer Modellpflege (Facelift) unterzogen mit schrägen Scheinwerfern und erhielt eine aerodynamisch geneigte Frontpartie aber alte Achsen die Handbremse wirkte auf die Vorderräder erstmals einen wassergekühlten und ölgekühlten Turbolader. Auswah der Motoren:


B202 2,0 Liter-16V Einspritzmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen, G-Kat und 93 kW (126 PS, DIN),


1988 Erstes modell mit neuer Front und neuen achsen es gab einen anderen Lochkreis die Handbremse wirkte auf dieHinterräder ABS+3 gegen Aufpreis erstmals möglich und das 10.000 Cabrio lief vom Band


1989 Saab 900 S Softturbo ohne Ladeluftkühler und ohne APC-System (104KW/141PS) Der Softturbo Dieser sehr kleine Turbolader spricht ohne jede Verzögerung an und dient dazu, im unteren Drehzahlbereich den Motor mit mehr Sauerstoff zu versorgen. Es ergibt sich dadurch ein besserer Drehmoment-Verlauf als beim Sauger. Das Auto hat gleich nach dem Anfahren mehr Kraft. Die Verbrennung ist besser, die Abgase sind geringer. Das Auto mit dem Soft-Turbo heißt Saab 900 S und ist nicht zu verwechseln mit dem Saab 900 Turbo 16 S. Den Turbo 16 S, die sportliche Version des Saab-Klassikers mit aerodynamisch wirksamem Airflow-Kit, Sportfahrwerk und S-Felgen, gibt es geschlossen nur in der dreitürigen Karosserie-Form. Den Saab 900 gab es 1989 mit dem B201 2,0 Liter-8V Turbo Motor mit G-Kat und Ladeluft-Kühlung und APC-System eine echte seltenheit.


B202 jetzt auch als Softurbo "Light Pressure Turbo" LPT oder EP, 2,0 Liter- 16V ohne Ladeluft-Kühlung und ohne APC-System mit G-Kat 104 kW (141 PS, DIN) als Italienimport auch ohne Kat.

1990 das 30.000 Cabrio läuft vom Band. Neue Vordersitzschiene und Sitze  ab M90 identisch mit den vom Saab 9000


1991 
jetzt auch mit Fahrer-Airbag SRS lieferbar

B212 der 2,1 Liter-16V Einspritzmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen, G-Kat und 100 kW (136 PS, DIN) 

1992 Saab 900 - das Modelljahr '92 mit den drei Motoren. Den Klassiker gibt es ab Modelljahr '92 in Deutschland nur noch als Combi-Coupé mit der praktischen Heckklappe und variablem Kofferraum sowie zwei oder vier Türen für die Passagiere. Das exclusive Cabrio, das im Frühjahr auf dem Genfer Automobil-Salon seinen fünften Geburtstag feierte, ist als Jahrgang '92 am neuen Spoiler zu erkennen, der sich jetzt über die Türen bis an den Windschutzscheiben-Rahmen fortsetzt. Wer sein Cabrio im Turbo 16 S-Look haben möchte, muss es in Deutschland und Österreich in einer Saab-Werkstatt mit Saab-Originalteilen umbauen lassen. In Frankreich und in der Schweiz gibt es hingegen nur Turbo-Cabrios im 16 S-Look oder als 900S-Cabrio mit dem Soft-Turbo und normalem Fahrwerk. Auswah der Motoren: B202  2,0 Liter-16V Einspritzmotor und 93 kW (126 PS, DIN) oder mit Softurbo "Light Pressure"-Turbo (LPT), ohne Ladeluft-Kühlung und APC 104 kW (141 PS, DIN) oder den Turbo mit Ladeluft-Kühlung und APC-System 118 kW (160 PS, DIN) alle mit G-Kat


1993 Never change a winning team - bis 1993 wurde das robuste und langlebige Modell ohne nennenswerten äußerliche Veränderungen mit nur kleinen technischen Erweiterungen wie ABS, Airbags, G-Kat und einer neuen Turbomaschine weitergebaut. Als RunOut auch mit 170 oder 180 PS

1994 wurde das Cabrio noch Produziert für das Coupe war ende 1993 schluss. Nach 15 Jahren Produktionsende des Saab 900. Image, Qualität und Design machen ihn unvergessen: Warum ist der Saab 900 ein echter Klassiker? Was ist das eigentlich, ein Klassiker? - Was zeichnet einen Klassiker aus? "Autos die als mustergültig und bleibend angesehen werden und von harmonischer Ausgewogenheit, die zeitlos, vollendet und als Maßstab aller Dinge gelten." das ist also ein Klassiker!